| Traditionelle Verkäufer |
Kundenorientierte Verkäufer |
| hält Präsentationen |
führt situationsgerechte Gespräche |
| gibt Ratschläge |
stellt relevante Fragen |
| setzt auf persönliche Beziehungen |
setzt auf Lösungen |
| Anwender fokussiert |
Entscheidungsträger fokussiert |
| redet über das Produkt |
zeigt den Produktnutzen auf |
| arbeitet und beschäftigt zu sein |
arbeitet um Kunden zu gewinnen |
| schliesst unter Quotendruck ab |
schliesst ab, wenn der Kunde kaufen will |
verkauft durch:
- überzeugen / überrreden
- Einwände entkräften
- Wiederstände ausräumen
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Unterstützt den Käufer beim
- Erreichen seiner Ziele
- Lösen von Problemen
- Befriedigen von Bedürfnissen
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Versuchen Sie Ihr persönliches Verkäuferprofil einmal mit
einer Linie in die obige Tabelle einzutragen! Entspricht Ihr Profil Ihren
Vorstellungen, um optimale Verkaufserfolge zu erzielen? Falls nein, was sollte
sich verändern?
- Situationsgerechte
Gespräche führen vs. Präsentationen halten
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Herkömmliche Verkäufer möchten beim Kunden einen Präsentationstermin und
versuchen, dem Kunden ihr Angebot mit polierten (PowerPoint)
Präsentationen näher zu bringen. Sie hoffen darauf, dass Animationen,
Effekte, etc. Begeisterung hervorrufen.
In der täglichen Arbeit haben wir gelernt, dass intensive Kundengespräche
deutlich erfolgreicher als Präsentationen sind. Natürlich ist es möglich,
auch mit PowerPoint Unterstützung zu kommunizieren – allerdings macht es
die Ablenkung von Laptop, Beamer und Leinwand deutlich schwieriger.
Viele Vertriebsleute dominieren ein Verkaufsgespräch, indem sie die meiste
Zeit selber reden und der Kunde wenig zu Wort kommt. Wer viel redet,
hinterlässt schnell den Eindruck, den Käufer überreden und manipulieren zu
wollen.
Um erfolgreich zu sein, muss ein Verkäufer in der Lage sein, die Ziele,
Probleme und Bedürfnisse des Käufers zu erfragen und dem Kunden dann das
eigeneAngebot so
vorzustellen, dass der Käufer sich bildlich vorstellen kann, wie er mit
Hilfe dieses Angebotes seine eigenen Ziele erreichen kann.
- Relevante
Fragen stellen vs. Ratschläge erteilen
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Herkömmliche Verkäufer geben dem Käufer Ratschläge, während
kundenorientierte Verkäufer Fragen stellen und zuhören. Der Käufer
bevorzugt interessierte Fragen des Verkäufers, die es ihm erlauben das
Gespräch entsprechend den eigenen Anforderungen zu führen und daraus die
eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Herkömmliche Verkäufer tendieren
dazu, dem Käufer die eigene Meinung und die eigene Lösung aufzudrängen.
Wir alle bevorzugen es aber, Lösungen für uns selbst zu entdecken und sind
wenig begeistert von klugen Ratschlägen unsererFreunde, Eltern, Lehrer und noch viel weniger von den
Ratschlägen eines Verkäufers. Wenn wir als Käufer auftreten, lehnen wir
die Versuche eines Verkäufers, uns zu überzeugen und zum Kauf zu drängen,
ab
Wir alle kaufen gerne, mögen es jedoch nicht, wenn man uns etwas verkaufen
will. Indem der Verkäufer den Käufer mit relevanten Fragen dabei
unterstützt die passende Antwort auf seine Anforderungen selbst zu entdecken,
vermeidet er den Eindruck, dass er dem Kunden etwas aufdrängen will
- Lösungsorientiert
vs. Beziehungsorientiert
Die grosse Mehrheit der
Vertriebsmitarbeiter wird ausgiebig am Produktangebot mit all seinen
Features und Facetten trainiert. In den wenigsten Fällen wird dem Verkauf aufgezeigt, welchen Nutzen
der Kunde aus dem Einsatz des Produktes zieht und noch seltener, wie das
Produkt die Kunden bei der
Erreichung ihrer geschäftlichen Ziele unterstützt.
Entscheider, Manager und Geschäftsführer sind primär interessiert, wie sie
Ihre Ziele erreichen und nicht an den Produktdetails. Verkäufer, welche
nicht gelernt haben über die wirtschaftlichen Nutzen ihres Angebotes zu
sprechen, tendieren natürlicherweise dazu, den Schwerpunkt auf den Aufbau
einer persönlichen Beziehung zu setzen. Bei undifferenzierbaren
Massengütern mag die Beziehung im Verkauf den Ausschlag geben. Wenn der
Käufer ein geschäftliches Ziel erreichen oder ein Problem lösen will, wird
er die Kompetenz des Verkäufers höher bewerten als eine freundschaftliche
Beziehung.
- Fokusiert
auf Entscheidungsträger und nicht auf Anwender
Herkömmliche Verkäufer tendieren dazu, die Anwender ihres Angebotes zu
kontaktieren. Mit den Anwendern können sie über die im Training gelernten
Produktdetails und Features reden. In einem Business to Business Umfeld
sind die Anwender oft nicht die Entscheidungsträger.
Stellen sie sich vor, sie verkaufen Nutzfahrzeuge / LKW’s. Der Anwender
ist klar der Fahrer. In einem Speditionsunternehmen mit einem grösseren Fuhrpark
ist der Fahrer selten der Entscheidungsträger.
Wenn in der Produktbroschüre zu dem von ihnen angebotenen Fahrzeug steht:
- Maximaler
Sitzkomfort
- SerienmässigeSonnenblende
- Auf
Wunsch in Leder erhältliches Multifuktionslenkrad
- V6
oder V8 Motor
- ....
Wenn sie im Produkttraining lernen:
- Zukunftssichere
SCR-Diesel-Technologie zur wirtschaftlichen Erfüllung von Euro 5
- Bis 350 kW (476 PS)
sowie bei Low-Linern und Niedrigrahmen-Fahrzeugen einstufig übersetzte,
kraftstoffsparende Hypoid-Hinterachse HL 6
- ....
Mit diesen Argumenten wird es schwierig sein, erfolgreich mit
der Geschäftsführung zu reden. Vielmehr geht es um:
- Wirtschaftlichkeit
- Betriebs- und
Wartungskosten
- Nutzlast
- Zuverlässigkeit
- ....
Dieser Zyklus wird durchbrochen, wenn der Vertrieb vom Marketing
mit den auf die Ansprechpartner auf der Entscheidungsebene zugeschnittenen Verkaufsargumenten unterstützt wird.
- Zeigt
den Produktnutzenauf vs.
Präsentiert das Produkt
Kundenorientierte Gespräche basieren darauf, dass der Verkäufer sich mit
dem Käufer über den Produktnutzen unterhalten können. Traditionelle
Verkäufer setzen darauf, dass ihr Produktangebot beim Käufer Interesse
hervorruft und vertrauen darauf, dass der Käufer den Produktnutzen selbst
erkennt.
Dies mag in einigen Fällen funktionieren. Wenn eine hoch innovative Firma
ein neues Produkt auf den Markt bringt, werden einige visionäre
Unternehmen die Chance erkennen, mit diesem neuen Produkt für ihr
Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu gewinnen – die Chance auf einen „
First Mover Advantage“. Wenn eine Anzahl solcher risikobereiten Kunden das
neue Produktangebot kaufen, kann der Verkäufer damit erste Erfolge
verbuchen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob das Produkt wirklich
verkauft wurde oder ob nicht vielmehr die Käufer das Produkt und dessen
Nutzen für sich selbst entdeckt haben.
Geoffrey Moore hat in seinem Buch „Crossing the Chasm“ auf die Problematik
hingewiesen, ein innovatives Angebot nach den frühen Erfolgen im breiten
Markt zu etablieren. Die Mehrheit der Käufer im Mainstream-Markt scheut
das Risiko, erkennt den Produktnutzen nicht ohne weiteres, sondern will
Nutzen und die Vorteile aufgezeigt bekommen und evaluiert ein Produkt und
den Anbieter sorgfältig. Um diese Kunden zu gewinnen braucht es einen
guten, kundenorientierten Verkäufer.
- Arbeiten
für ein Ziel vs. Das Ziel ist zu Arbeiten
Traditionell konzentrieren sich viele Verkäufer und
Vertriebsorganisationen mehr auf Quantität als auf Qualität, wenn sie ihre
Pipeline aufbauen. Viele Verkäufer trauen sich aus Angst, dass ein Kunde
abspringt, nicht, heikle Frage zu stellen. Dies führt dazu, dass Kunden
bei der Konkurrenz kaufen oder gar keine Entscheidung treffen, weil sie
schon im vornherein nicht richtig qualifiziert waren. Der tiefere Grund,
eine Verkaufschance nicht aus der Pipeline zu löschen ist oft, dass diese
Verkaufschance durch eine neue Verkaufschance ersetzt werden muss – eine
harte und ungeliebte Aufgabe für den Verkäufer.
Erfolgreiche Verkäufer kontaktieren Entscheider und erhalten so schnelles
Feedback, ob eine Evaluation eines Angebotes durchgeführt werden soll oder
nicht. Entscheider setzen weder die eigene Zeit noch die Zeit ihrer
Mitarbeiter für Projekte ein, welche keine Erfolgsaussichten haben.
Erfolgreiche Verkäufer gehen mit ihrer eigenen Zeit haushälterisch um und
investieren nur dort wo sie eine gute Abschlusschance erkennen.
Traditionelle Verkäufer freuen sich, wenn sie unaufgefordert eineAusschreibung (RFP / request for
proposal) erhalten und stürzen sich in die Arbeit, ein Angebot zu
erstellen. Erfolgreiche Verkäufer kontaktieren die ausschreibende Firma
und versuchen, mit dem Entscheidungsgremium zu sprechen. Ist dies nicht
möglich, werden sie auf ein Angebot verzichten. Die Chance bei einer
Ausschreibung zu gewinnen, bei der man nicht bereits bei der Erarbeitung
des Pflichtenheftes involviert war, betragen maximal 5%. In 95% dient die
Ausschreibung dazu das Angebot des bevorzugten Anbieters zu validieren und
dessen Preis zu drücken.
Erfolgreichen Verkäufer ist die eigene Zeit zu schade, um Angebote ohne
Erfolgschancen abzugeben und ohne vorgängigem Zugang zum
Entscheidungsgremium sind die Chancen minimal.
- Schliesst
ab, wenn der Kunde kaufen will vs. Abschluss unter Quoten-/Quartalsdruck
Nehmen Sie einmal an, Sie kennen
einen Verkäufer, der seit 3 Monaten an einer grossen Verkaufschance
arbeitet und Sie fragen ihn, wann er glaubt, den Vertrag abschliessen zu
können.
Nehmen sie weiter an, Sie kennen den Käufer bzw. die Entscheider beim
Käufer und hätten die Möglichkeit diese zu fragen, wann sie denken, dass
sie zum Kaufabschluss bereit sind.
Wer – Verkäufer oder Käufer – gibt das frühere Datum an? Wir würden darauf
tippen, dass der Verkäufer einen früheren Termin angibt!
Verkäufer und Vertriebsorganisationen sind unter permanentem Quotendruck.
Dies führt dazu, dass die prognostizierten Abschlusstermine eher an den
eigenen Wünschen als am Käufer orientieren. Der Quartalsdruck führt dazu,
dass der Käufer zum Abschluss gedrängt wird, was mit hohen Rabatten und
manchmal sogar mit dem Verlust des Auftrages erkauft wird. Dieser Druck
ist mit ein Grund für negative Kauferlebnisse des Kunden. Erfahrene Kunden
nutzen dieses Verhalten unterdessen zum eigenen Vorteil, indem sie
Kaufentscheidungen bis zum Quartalsende hinauszögern, um dann entsprechend
grössere Rabatte zu erzielen.
- Kaufentscheid
unterstützen vs Käufer überreden
Wenn sie 100 Personen danach fragen,
wie sie die Tätigkeiten eines Verkäufers beschreiben würden, den Begriff
„Verkaufen“ definieren würden, fänden sich Begriffe wie:
- Überzeugen
- Überreden
- Bedenken
ausräumen
- Verhandeln
- Abschliessen
- Kein
Nein akzeptieren
- ....
Natürlich sind auch Begriffe wie „informieren“ und
„beraten“ dabei, aber es scheint doch nicht weiter verwunderlich, dass die
Mehrheit der Personen, welche z.B. in einem Ladengeschäft vom Verkaufspersonal
angesprochen wird, antwortet: „Ich möchte mich erstmal umschauen!“.
Wenn man Käufer nach Stereotypen für Verkäufer
fragt, finden sich Begriffe wie:
- manipulieren
- redet
viel und hört nicht zu
- verspricht
mehr als gehalten wird
- übertreibt
- drängt,
Druck
- ...
Auch der beste Verkäufer sollte sich dieser
Vorurteile bewusst sein. Diese Vorurteile lassen sich mit einem klaren
Bekenntnis zum Kunden überwinden. Kundenorientierte Verkäufer unterstützen den
Käufer dabei, seine Ziele zu erreichen, seine Probleme zu lösen oder seine
Bedürfnisse zu befriedigenund
sind ehrlich mit dem Käufer, wenn sie sich nicht in der Lage sehen, zur
Zielerreichung beizutragen.
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